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Mein Interesse an der Darmstädter Luftfahrtgeschichte habe ich meinem Ehemann zu verdanken. Er fand 1998 im Keller meines Elternhauses einen Koffer mit Unterlagen meines Großvaters über seine Fliegerei. Ein Foto der Burg Frankenstein mit einem Segelflugzeug zog mich sofort in seinen Bann. Ein erster Überblick ergab:

Großvater Alexander Kleszinski (1889 - 1971) hatte vor dem Ersten Weltkrieg mehrere Arbeitsstellen, was in jener Zeit nichts Ungewöhnliches war. In seinen Unterlagen fanden sich Hinweise, dass er zeitweise als Flugzeugmonteur bei August Euler (dem ersten deutschen Flugzeugfabrikanten und Inhaber des Flugzeugführer-Zeugnisses „Deutschland Nr. 1“) Beschäftigung gefunden hatte. Flugapparate und Motoren waren wohl auch ein Grund dafür, sich bei Ausbruch des Krieges als Freiwilliger bei der Flieger-Ersatz-Abteilung 3 in Darmstadt-Griesheim zu melden. Er diente als Flugzeugmonteur und Beobachter in der Fea 3 und 4, ab Ende 1917 als Werkmeisterdiensttuer in Berlin-Adlershof und lernte nebenbei Fliegen. Nach dem Krieg wandte er sich in seiner Freizeit dem Flugsport zu. Als Mitbegründer des "Bundes Hessischer Flieger e. V., Hessen-Flieger Darmstadt" wirkte er bis 1934 als Sportzeuge, Bauprüfer und Segelfluglehrer. Näheres unter
         http://hessen-flieger.org/html/historie.html Eine ausführliche Dokumentation ist in Arbeit. Informationen aus Archiven, Zeitungen sowie von Privatpersonen, vor allem von interessierten Flieger(innen) und Vereinen aus ganz Deutschland werden dabei helfen, die Geschichte zu ergänzen.  

Beweggründe für meine Bücher:

 Bald ergab sich das Bild: Die Vereinsarbeit der Hessen-Flieger hatte in der Pionierzeit der Luftfahrt dazu beigetragen, den Flugsport durch Flugveranstaltungen in die hessische Bevölkerung zu tragen und bekannt zu machen. Ich beschloss, mir einen groben Überblick zur Luftfahrtentwicklung in Darmstadt zu verschaffen. Dabei stieß ich auf die lange Fliegertradition der Stadt, die bis heute eine Rolle spielt: viele Flugsportereignisse mit überregionalem Charakter, wissenschaftliche Luftfahrtforschungen der TU Darmstadt und der Deutschen Forschungsanstalt für Segelflug sowie Entwicklung und Herstellung von Fluggeräten ‑ s. Luftfahrthistorie in Darmstadt. Veröffentlichungen darüber ließen sich an fünf Fingern abzählen.

Wo wurde geflogen? Zwei Flugplätze und warum?

 Die Gründung des ersten Flugplatzes in Deutschland (heute August-Euler-Flugplatz Darmstadt) ist der Initative August Eulers zu verdanken. Seine Vorplanungen in 1908 waren es, die Anfang 1909 die Fertigstellung seiner Flugzeugfabrik auf einem gepachteten Teil des Truppenübungsplatzes in Griesheim bei Darmstadt möglich machten. Eulers Name prägte den Motorflug Darmstadts und weit darüber hinaus. Im gleichen Jahr gründeten flugbegeisterte Gymnasiasten die „Flug-Sport-Vereinigung Darmstadt“ (F.S.V.). Sie machten erfolgreiche Flugversuche auf dem Prinzenberg bei Darmstadt und entdeckten 1911 die Wasserkuppe in der Rhön als Segelflug-Gelände. Dort stellte Hans Gutermuth 1912 mit dem Gleiter „FSV X“ einen 840-m-Streckenrekord auf). Der zweite 1924 angelegte Flugplatz auf der Lichtwiese diente nicht nur dem Verkehrsflug und wissenschaftlichen Forschungen, sondern auch den verschiedenen Luftsportarten. Die beiden Flugplätze erzählen vieles, aber nicht alles über wichtige Entwicklungen, wie beispielsweise die "Darmstädter Schule" oder zur Luft- und Raumfahrttechnik.  Als erster Teil erschien 2008 das Buch „August-Euler-Flugplatz Darmstadt", Darmstädter Schriften 94, das in Luftfahrtkreisen als Standardwerk bezeichnet wird. Vorausgegangen war ein kleines Heft aus Anlass des 5. Museumsfestes am 26. Mai 2002 in Griesheim (Motto "90 Jahre erster offizieller Postflug"). Seitdem hängt dort in der Kulturscheune durch meine Vermittlung ein Modell des Euler-Doppeldeckers "Gelber Hund", Werk-Nr. 33, Maßstab 1:4 (eine Dauerleihgabe der Gemeinde Feldberg  i. Schwarzwald). Von mir zusammengetragene Einzelheiten waren einer Tafel zu entnehmen und ergänzten eine Schaufensterausstellung.        www.museum-griesheim.de
Als Ersatz für ein fehlendes Referat fand noch im gleichen Jahr dieser Flugplatztext neben meiner kurzen Abhandlung über den Verkehrslandeplatz Lichtwiese einen Platz in den von der DGLR - Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt - Lilienthal-Oberth e.V. herausgegebenen  "Blätter zur Geschichte der Deutschen Luft- und Raumfahrt", Band XIV "Anfänge der Luftfahrt im Raum Darmstadt und Frankfurt".           www.dglr.de/literatur/buchhinweise/2002_07.html

Als gebürtige Darmstädterin und ehemalige Bürgerin von Griesheim liegt mir sehr daran, die Luftfahrtgeschichte beider Städte für nachfolgende Generationen zusammenzutragen und zu bewahren. Es macht mir Freude, unter dem Begriff "Ecksteins Luftfahrtgeschichte Darmstadt" Dokumentationen herauszubringen. Diese sollen Veröffentlichungen des 20. Jahrhunderts ergänzen. Einen kleinen Überblick zu Luftfahrtthemen kann seit 1. Juni 2006 im "Stadtlexikon Darmstadt" nachgelesen werden. Danach habe ich die im Mai 2007 erschienene Autobiographie des in 2010 verstorbenen ehemaligen Segelflugzeugbaumeisters Karl-Heinz Hinz der Akaflieg Darmstadt bearbeitet. In 2011 erschien Rechtzeitig zur 80jährigen Wiederkehr des Jachtmann-Bergstraßenrekords die Biografie über den bekannten Darmstädter Hessen-Flieger "Ernst Jachtmann - Windenpionier und Weltrekord-Segelflieger".

Alle Werke sind in „Publikationen“ vorgestellt.


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